Fachwerker im Gastgewerbe

Berufsschule

Zukunftssicher - attraktiv

Die Fachpraktiker-Ausbildungen sind auf junge Menschen mit schulischen Schwierigkeiten und Lernschwächen zugeschnitten. Die Ausbildung hat deshalb ein geringeres Anforderungsniveau und bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Vielzahl von individuellen Förder- und Unterstützungsmaßnahmen, damit das Ausbildungsziel erreicht wird.  Fachwerker finden nach Abschluss der Ausbildung Arbeitsplätze in Restaurants, Hotels, Einrichtungen der Großverpflegung (Jugendherbergen, Krankenhäusern, Kantinen, Pflegeeinrichtungen…). Sie wirken   an der Zubereitung und dem Servieren von Getränken und Speisen mit. Sie unterstützen die Mitarbeiter in den Betrieben der oben genannten Branchen.  Sie halten die Gast- und Wirtschaftsräume instand und pflegen die Wäsche des Betriebes. Sie dekorieren die Räume anlassbezogen.

Anmeldung jedes Jahr bis zum 20.02.

Einblick in die Berufswelt Gastgewerbe

Aufnahmevoraussetzungen

Beide Ausbildungswege  richten sich explizit (gemäß § 66 Berufsbildungsgesetz) an Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf, für die eine sozialmedizinische Beurteilung diesen Förderbedarf festgestellt hat.  Die Auszubildenden benötigen Grundsätzlich keinen Schulabschluss als Eingangsvoraussetzung.    

Für den Ausbildungsbetrieb formuliert das Gesetz besondere Anforderungen. So muss ein Betrieb, der diese Berufe ausbilden möchte, sicherstellen, dass es eine kundige,  sozialpädagogischen Unterstützung am Arbeitsplatz gibt, d.h. der Bildungsträger  oder der Ausbildungsbetrieb muss über Mitarbeiter mit sonderpädagogische Zusatzqualifikation (SpZ) verfügen. Da nur wenige Ausbildungsbetriebe über Ausbilder mit dieser Qualifikation verfügen, kommen hier vor allem Bildungsträger infrage.   

Der schulische Teil der Ausbildung findet in regulären Berufsschulen statt. Die Auszubildenden besuchen an ein oder zwei Tagen die Berufsschule.

 

Ausbildungsinhalte

Inhaltlich unterscheidet sich das Unterrichtsangebot vom regulären Berufsschulunterricht in den klassischen Ernährungs- bzw. Gastronomieberufen durch eine deutlicher praktisch ausgerichtete Ausbildung. Es gibt eine enge Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis sowie eine intensive Vorbereitung auf die Zwischen- und Abschlussprüfung. Die Schülerinnen und Schüler werden individuell nach ihren Lernvoraussetzungen gefördert. Die Lerngruppen sind mit max. 16 Auszubildenden  sehr klein.

Stundentafel Fachwerker Küche (3-jährig)

1. Ausbildungsjahr 2. Ausbildungsjahr
Arbeiten in der Küche Arbeiten auf dem Beilagenposten
Arbeiten im Service Herstellen von Suppen und Eintöpfen
Fachrechnen Fachrechnen
WISO Nachspeisen
Deutsch Englisch
Englisch WISO
3. Ausbildungsjahr
Fleisch-, Fisch- und vegetarische Tellergerichte
Fachrechnen
Arbeiten im À-la-carte-Geschäft
WISO

Stundentafel Fachwerker Gastronomie (2-jährig)

1. Ausbildungsjahr 2. Ausbildungsjahr
Arbeiten in der Küche Beratung und Verkauf von Getränken
Arbeiten im Service Arbeiten am getränkebuffet und im Restaurant
Fachrechnen Praktische Übungen im Restaurant
WISO Fachrechnen
Deutsch Englisch
Englisch WISO

Abschlüsse und Berufsperspektiven

Oberstes Ziel dieser Bildungsgänge ist die berufliche (Wieder-)Eingliederung. Alle Angebote vermitteln zwischen den Anforderungen des Arbeitsmarktes und dem persönlichen Unterstützungsbedarf der Teilnehmerinnen und Teilnehmern, mit dem Ziel diese in eine nachhaltige Beschäftigung zu vermitteln. Mit Bestehen der Ausbildung, erhalten die Auszubildenden den Hauptschulabschluss. Besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler erhalten in der Regel im Anschluss an die Ausbildung die Möglichkeit, in einem weiteren Ausbildungsjahr Fachkraft im Gastgewerbe zu werden oder in die Regelausbildung zum Koch/Köchin  bzw. zur Restaurantfachfrau/-man (2 Jahre) einzusteigen. In diesen Ausbildungsberufen wird mit Bestehen des Berufsabschlusses der Realschulabschluss oder bei entsprechenden Noten der Erw. Sek.1 Realschulabschluss erreicht.

In der Lebensmittelbrache gibt es derzeit blendende Berufsaussichten und die Vermittlung der Absolventen in feste Beschäftigungsverhältnisse gelingt derzeit besonders gut.


Ansprechpartner

Herr Behrendt

Abteilungsleiter Ernährung

behrendt@bbssoltau.de

05191 971-250

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